Jedes Jahr hat der älteste Jahrgang die ehrenvolle Aufgabe, die Erstsemester zu taufen. Die jungen Unwissenden müssen dabei durch Nachsprechen auf die Göttin der Geodäsie, die heilige St. Geodäsia schwören und diesen Schwur mit heiligem Libellenwasser begießen (zur Sicherheit auch mehrmals). Um ihre Macht zu demonstrieren, verwirrte die Göttin ihre Schützlinge in diesem Jahr mit einem Rundgang durch die verschlungenen Gänge und Treppen des Schumann-Baus, bis sie sich völlig ohne Orientierung im Hülsse-Bau wiederfanden.

Für die Finanzierung des Geoballs wurde traditionsgemäß an zahlreichen Tagen Glühwein und selbstgemachter Kuchen vor dem Hülsse-Bau und dem Hörsaalzentrum verkauft. Vielen herzlichen Dank an alle fleißigen Helfer, die in der eisigen Kälte große Geduld bewiesen haben und an alle fleißigen Konsumenten, die mit ihren Spenden diesen wunderbaren Abend ermöglicht haben!

Die Professoren sind vor jedem Geoball arm dran. Sie sind die Einzigen, die ihre Eintrittskarten nicht "einfach so" kaufen können. Sie müssen sich den Preis ihrer Karte nämlich bei der Abzocke erspielen. Begonnen wurde dieses Jahr mit Herrn Professor Bernard. Er hatte die Aufgabe, sich mithilfe von Streetview-Ausschnitten auf der Weltkarte zurechtzufinden... Und sich gar nicht so schlecht angestellt! Abgerundet wurde die Abzocke mit Paint-Bilderraten.

Herr Professor Horwath ist Experte in den eisbedeckten Regionen der Erde. Daher musste er sich mit seinem Auditorium beim Beantworten von Pinguin-Fragen messen. Dabei waren beide Parteien sehr stark und wussten sogar das Gewicht eines Kinder-Pingui auf einige Gramm genau! Beim Kofferpacken für die Antarktis zeigte sich dann deutlich die Überlegenheit des Akademikers... Wie erwartet.

Die Vertrautheit von Herrn Professor Maas mit seinen Mitarbeitern wurde bei der Abzocke auf eine harte Probe gestellt. So musste er diese anhand von verzerrten Bildern erkennen. Die meisten wurden durchaus von ihm erkannt und sogar benannt!

Für die Abzocke von Herrn Professor Möser wurden knifflige Bilderrätsel vorbereitet, aus denen geodätische Begriffe erraten werden sollten. Hier waren die Studenten, gegen die er antreten musste, häufig einen Tick schneller, jedoch konnte der Professor mit Unterstützung seines Instituts aus den Reihen der Zuhörer auftrumpfen und so galt am Ende Gleichstand. Teilweise half dem Professor beim Raten auch, dass er den sächsischen Dialekt vorbildlich spricht. Das rechte Bild zeigt zum Beispiel ein Stativ. Hätten Sie es gewusst?

Herr Professor Soffel musste gegen seine Studenten - was auch sonst - Sterne raten. Ein klarer Fall von ungerechtem Wettkampf. Danach absolvierte er noch ein kniffliges physikalisches Experiment: Er sollte eine Münze von einem mit Wasser gefüllten Teller nehmen, ohne nasse Hände zu bekommen.

Leider war zur Abzocke von Herrn Professor Wanninger kein fleißiger Fotograf vor Ort. Sehen Sie daher zwei von den typisch satellitengeodätischen Begriffsrätseln, die er lösen musste. Was sie bedeuten? Markieren Sie doch mal die nächste Zeile:
Orbit und Spektrum

Frau Professor Weitkamp kennt das Baugesetzbuch in- und auswendig? Das wollten wir auf die Probe stellen. Es galt zu schätzen, wie oft bestimmte Wörter in dem Büchlein vorkommen. Im Wettbewerb gegen die Studenten hatte sie knapp die Nase vorn. Blind Gesetzesbücher zu ertasten, war da schon etwas schwerer. Übrigens: das Wort "und" steht 1.516 mal im BauGB.

Hier einige Eindrücke vom 69. Geoball in der Alten Mensa. Wir bedanken uns bei allen Sponsoren, Gästen, den Helfern, der Band, dem DJ und dem Studentenwerk Dresden für diesen gelungenen Abend.